Interview: Am 8. Mai geht der Wings for Life World Run in die nächste Runde. Für Biker Bernhard aus Duisburg und zwei seiner Freunde ein ganz besonderer Tag...

Bernhard (rechts) hat einen besonderen Charity-Run ins Leben gerufen. Und jeder kann ihn unterstützen!
Bernhard (rechts) hat einen besonderen Charity-Run ins Leben gerufen. Und jeder kann ihn unterstützen!

Hi zusammen! Am 8. Mai geht der Wings for Life World Run in die nächste Runde. Für Biker Bernhard aus Duisburg und zwei seiner Freunde ein ganz besonderer Tag. Sie machen aus ihren Läufen einen eigenen Spendenlauf, dessen Erlös zu 100 Prozent an die Stiftung Deutsche Krebshilfe gehen wird. Eine wunderbare Sache! Ich habe ihm im „Unter uns-Interview“ ein paar interessante Fragen gestellt.

Ideale Gerade: Einige kennen diesen Lauf noch nicht: Was ist das Besondere am Wings for Life World Run?

Bernhard: Der Wings for Life World Run ist, wie der Name es schon vermuten lässt, ein Lauf, der auf der ganzen Welt stattfindet. Und zwar zum exakt gleichen Zeitpunkt. Wenn also in Europa der Startschuss um 13:00 Uhr fällt, dann fällt er woanders z.B. um 4:00 Uhr morgens oder anderswo um 23:00 Uhr. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl zu wissen, dass zeitgleich mit einem selbst auf der ganzen Welt über 100.000 begeisterte Leute loslaufen. Egal, ob wie wir im niederländischen Breda, in Deutschland in München oder aber auch in Melbourne, Moskau, Dubai oder Lima... auf der ganzen Welt wird zeitgleich gelaufen.

Ideale Gerade: Schon im letzten Jahr bist Du beim World Run im niederländischen Breda mitgelaufen. Wie hast Du die Veranstaltung dort erlebt?

Bernhard: Es war eine richtig gute Stimmung. Das hat mich aber bei den Niederländern jetzt auch nicht wirklich gewundert, da ich durch den Venloop in den letzten Jahren schon erlebt habe, wie hoch die Holländer die Latte in Sachen „Party an der Strecke“ legen können. Allerdings bezieht sich das nur auf den Teil, der durch die Stadt ging. Als es in die Randbereiche ging wurde es merklich ruhiger. Das tat dem Ganzen aber keinen Abbruch, denn die Stimmung auf der Strecke war ebenfalls sehr lustig. Ich weiß auch nicht warum, aber es war wesentlich entspannter als z.B. bei einem Marathon oder anderen, auch kürzeren Veranstaltungen. Es lag wohl mehr der Spaß am Event im Vordergrund, denn niemand muss eine vorgegebene Streckenlänge absolvieren, sondern läuft nur so viel, wie er kann. Schafft man es nicht mehr weiter, wird einen unweigerlich das Catcher-Car einholen. Die Ziellinie holt dich ein.

War schon letztes Jahr beim W4LWR in Breda dabei.
War schon letztes Jahr beim W4LWR in Breda dabei.

Ideale Gerade: Viele meiner Bekannten schwärmten regelrecht: Wie fandest Du selbst Organisation, Strecke und Stimmung vor Ort?

Bernhard: Ich kann es nur für Breda sagen. Aber da war es sehr gut organisiert. Es war alles sehr gut ausgeschildert, die Organisation war sowohl bei der Startnummernausgabe als auch bei der Taschenverwahrung top geregelt. Aber auch da kann ich mich wieder auf den Venloop beziehen: Die Niederländer wissen eben wie es geht. Die Strecke war sehr schön. Die ersten Kilometer ging es durch die Stadt bzw. urbanes Gelände. Dementsprechend gut war auch die Stimmung. Etwas ruhiger wurde es, als wir dann die Stadt verlassen haben und in eine recht typisch niederländische Landschaft eingetaucht sind, was aber auch seinen Charme hatte.

Ideale Gerade: Im Dreierteam geht Ihr wieder in Breda an den Start. Habt Ihr Euch speziell vorbereitet?

Bernhard: Eine gezielte Vorbereitung speziell für diesen Lauf haben wir jetzt nicht gemacht. Dadurch, dass man seine Streckenlänge ja mehr oder weniger selbst bestimmen kann, geht jeder mit unterschiedlichen Ambitionen an die Sache ran. Sicherlich wollen wir möglichst weit kommen, da wir ja auch für einen guten Zweck laufen. Aber da wir alle auch sonst recht viel Sport machen; ein Freund aus meinem Biketeam BIKE BRIGADE ist viel mit dem Rad und im Fitnessstudio unterwegs und ein Lauffreund hat mehrmals die Woche sein Lauftraining. Dazu stehen ja auch sonst noch kleine und große Läufe an, weswegen der W4LWR mehr als ein ambitionierter Trainingslauf gesehen wird.

Ideale Gerade: Dieses Jahr macht Ihr aus Euren Läufen sogar einen Spendenlauf, dessen Erlös zu 100 Prozent an die Deutsche Krebshilfe gehen wird. Wie genau kann man Euch unterstützen?

Bernhard: Genau. Wir wollen möglichst viel Geld mit unseren gelaufenen Kilometern einsammeln, die wir dann der Deutschen Krebshilfe zu 100 Prozent zukommen lassen. Die Unterstützung ist denkbar einfach. Jeder, der uns unterstützen will, überlegt sich, wieviel er uns für einen gelaufenen Kilometer geben möchte. Dieser Betrag multipliziert mit der insgesamt von uns gelaufenen Kilometerzahl ergibt dann die Spendensumme. Um das mal an einem Beispiel zu erklären: Wenn man mal die gelaufenen Kilometer aus dem letzten Jahr und einen Betrag von 2 Euro pro Kilometer nimmt, dann sieht es wie folgt aus: (11km + 18km + 33km) x 2,- €/km = 124,- €

Wir wollen versuchen, dass wir zusammen auch wieder auf mindestens 60 Kilometer kommen. Somit hat jeder Interessent schon mal eine grobe Hausnummer. Wer Kontakt zu uns aufnehmen möchte, der kann sich zum einen auf unserer Seite http://BikeBrigade.de über uns und unsere Aktion informieren und uns per Email unter bikebrigade@web.de erreichen. Wir werden auch speziell für diesen Lauf Shirts herstellen lassen, wo auch jeder Unterstützer mit Namen und, falls vorhanden, Firmenlogo präsentiert wird. Ein weiteres, ungetragenes Laufshirt werden wir nach dem Lauf ebenfalls zugunsten der Deutschen Krebshilfe versteigern. Da haben wir auch schon ein paar Ideen, wie das laufen kann. Und wem es mit dem Unterstützen bei diesem Lauf nicht reicht: Wir werden auch bei anderen Läufen antreten und dann wieder für die Deutsche Krebshilfe Geld sammeln.

Vielen herzlichen Dank für das Interview, Bernhard. Ich wünsche Euch jede Menge Spaß beim Wings for Life World Run in Breda und viel Erfolg bei Eurem Spendenlauf! Tolle Sache!