Mit dem 'Metaspeed Sky Tokyo' hat ASICS vor Kurzem eine neue Carbon-Rakete auf den Markt gebracht, die vor allem für schnelle Straßen-Marathons konzipiert wurde. Der Schuh richtet sich an ambitionierte Läufer:innen, die ihre Pace durch längere Schritte steigern, und setzt dabei auf ultraleichte Materialien sowie eine neu entwickelte Schaumkombination. Doch ist der 'Metaspeed Sky Tokyo' wirklich das Maß aller Dinge beim Marathon? Dank Alltricks.de konnte ich den Schuh in den vergangenen Wochen ausgiebig testen. Hier kommt mein aufschlussreicher '5 Fakten-Bericht'. Viel Vergnügen beim Lesen!
Guter Sitz mit Schwächen! Der 'Metaspeed Sky Tokyo' fällt sofort durch seine breitere Basis auf. Ein Vorteil für Läufer:innen mit normalen bis breiteren Füßen, für sehr schmale Füße aber unter Umständen eher ungeeignet. Das dünne Motion Wrap 3.0-Obermaterial punktet mit exzellenter Atmungsaktivität und sitzt insgesamt sicher, jedoch hatte ich beim Longrun das Gefühl, dass der Bereich seitlich der Ferse nicht optimal anliegt. Auf langen Distanzen mit Blick auf Marathons kann das tatsächlich zu Irritationen führen, wenn zu viel Spielraum vorliegt. Positiv: Die gerippten Schnürsenkel halten auch bei hohem Tempo zuverlässig und sicher. Verarbeitung und Materialqualität sind jedenfalls tadellos.
Leichter und dynamischer? ASICS setzt auf die Kombination aus Flytefoam Blast LEAP und Flytefoam Turbo Plus. Der Effekt: Leichter, reaktionsfreudiger und weicher als der bereits geniale Vorgänger. Gerade mal 176 g bei Größe 44,5 – also wahnsinnig leicht! Tatsächlich läuft sich der Schuh super weich und energetisch, ohne schwammig zu wirken. Der Runner ist mit seiner 5 mm Sprengung ziemlich flach. Die Carbonplatte liegt näher am Fuß, was ein explosives Laufgefühl erzeugt. Gerade für Mittel- und Vorfußläufer:innen wirkt die Energierückgabe effizient und harmoniert mit der Dynamik des Schaums.
Top Rakete! Der 'Metaspeed Sky Tokyo' ist klar auf hohes Tempo ausgelegt. Bei Tempodauerläufen unter 4er Pace entfaltet der Schuh sein volles Potenzial: Flüssige Abläufe und ein Schub, der längere Schritte erleichtert. Bei moderatem Tempo wirkt der Runner immer noch komfortabel, aber weniger geeignet. Hier würde ich sowieso den 'Novabast 5' verwenden. Für schnelle Marathonvorbereitungsläufe liefert die leichte Rakete genügend Stabilität, sofern man keine ausgeprägten Pronationsprobleme hat.
Verlässlicher Grip? Die ASICSGRIP-Außensohle überzeugt mit starkem Halt auf Asphalt und Straße, auch Passagen auf glatten, festen Waldwegen bei Trockenheit sind durchaus möglich. Die Struktur sorgt für eine sehr gute Kontrolle in Kurven – ein Pluspunkt für schnelle Stadtmarathons mit vereinzelten Richtungswechseln. Die Haltbarkeit der Außensohle ist für einen Carbon-Racer ordentlich, was nicht selbstverständlich ist. Auffällig jedoch: Auf nassem Kopfsteinpflaster kommt der Schuh an seine Grenzen.
Für Bestzeiten! Dank des geringen Gewichts und der weichen, zugleich dynamischen Dämpfung in Kombination mit der Carbonplatte ist der 'Metaspeed Sky Tokyo' prädestiniert für schnelle Longruns und Marathon-Wettkämpfe – jedoch nicht ohne Einschränkungen. Die nicht optimal sitzende Fersenpartie kann insbesondere bei Läufer:innen mit empfindlicher Achillessehne auf Dauer zum Problem werden. Wer jedoch gut damit zurechtkommt, findet hier einen top Marathon-Laufschuh für neue Bestzeiten.
Fazit: Der 'Metaspeed Sky Tokyo' von ASICS ist ein moderner Carbon-Racer, der sich an ambitionierte Marathonläufer:innen richtet, die mit runder Vor- oder
Mittelfußtechnik unterwegs sind. Der Runner kombiniert extreme Leichtigkeit mit weicher, reaktiver Dämpfung und liefert auf Asphalt eine starke Performance. Die Passformschwäche im Fersenbereich
sollte man im Training jedoch genau prüfen, bevor man den Schuh im Wettkampf über die volle Distanz einsetzt. Wer damit keine Probleme hat und beim Marathon eine Sub 3 anpeilt, dürfte mit dieser
ASICS-Rakete einen richtigen Vorteil herauslaufen.
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